Folienproduktion

Die Produktion von Folien geschieht abhängig vom eingesetzten Polymer im Extrusionsverfahren (d.h. aus der Schmelze), durch Verrecken  (mono- und biaxial) eines verformbaren Feststoffs oder durch Gießen einer Polymerlösung. Gießverfahren werden eingesetzt bei Stoffen, die nicht oder nur unter Zersetzung schmelzen, wie beispielsweise Polyimide. Reckverfahren werden im Wesentlichen bei der Herstellung ultradünner Folien aus thermoplastischen Kunststoffen wie Polyolefinen, Polyester und Polycarbonat eingesetzt. Die Filtration ist in der Folienproduktion essentiell zur Vorbereitung der Schmelze. Tiefenfilter halten ungelöste Polymere und Gele zurück, die in der ausgezogenen Folie als Stippen sichtbar würden und die Reißfestigkeit an dieser Stelle deutlich reduzieren würden. Durch die hohe Reinheit der filtrierten Schmelzen und Lösungen lassen sich ultradünne Folien für anspruchsvolle Anwendungen wie beispielsweise in der Medizintechnik herstellen.