Fertigung

Die für jede Anwendung optimierte Wahl der Filtermedien und die Auslegung der optimalen Filter- und Gehäusegeometrie mit Hilfe numerischer Strömungssimulation erfordert als nächsten Arbeitsschritt eine passgenaue, individuelle Fertigung, die alle in der Auslegung definierten Bedingungen vollständig erfüllt. Das erreichen wir mit hochqualifizierten und motivierten Facharbeitern in einer mit modernen Bearbeitungsmaschinen ausgestatteten Werkstatt. Alle Werkzeuge und Formen für den Bau maßgeschneiderter Filter werden selbst hergestellt. Ebenso fertigen wir alle zu einem Filterelement gehörenden Komponenten wie Stütz- und Filtratsammelrohre, Gehäuse und Anschlüsse selbst. Die hohe Spezifikation ermöglicht die Herstellung von Kleinserien und Einzelstücken ebenso wie die Produktion höherer Stückzahlen. Alle entwickelten Werkzeuge und Formen werden gelagert und alle Baupläne archiviert. Mit diesem reichen Bestand und unserer langjährigen Erfahrung können wir kundenspezifische Filterlösungen innerhalb kurzer Zeiträume realisieren.

 

Plissieren

Plissierte  Filermedien ermöglichen die Realisation einer großen Filterfläche auf kleinem Raum und sind deshalb das Mittel der Wahl in kompakten Einheiten wie Filterkerzen und auch Kassetten. Mit unseren modernen Plissiermaschinen sind wir in der Lage, mehrlagige Medien aus verschiedenen Metallfaservliesen und/oder Drahtgeweben, mitunter mit einer Einlage aus Polyester- oder Glasfaservlies, in einer Breite von bis zu 1500 mm zu verarbeiten. Daraus entstehen stabile Elemente, die hohen mechanischen Belastungen im Dauerbetrieb standhalten. Die Faltenhöhen sind in einem weiten Bereich variabel einstellbar.

 

Schweißen

Die Verbindung von plissierten oder glatten Filtermedien an der Längsseite von zylindrischen Filterelementen wird durch Schweißen hergestellt, ebenso  wie die Verbünde zwischen Filtermedien und End- bzw. Anschlussstücken. Dazu existieren diverse Schweißverfahren, die nach den verwendeten Werkstoffen und Materialstärken sowie den Geometrien der entstehenden Schweißnähte ausgewählt werden. Schweißnähte in Filterelementen müssen einerseits hundertprozentig dicht, dabei aber so fein wie möglich sein und dürfen nicht auftragen. Denn sie sollten weder zu viel Filterfläche verblocken noch ein Strömungshindernis im Gehäuse darstellen. Sie dürfen keine Anlagerungsfläche für Verschmutzungen bieten und keine Toträume erzeugen. Je feiner und glatter eine Schweißnaht ist, desto höher ist auch ihre Korrosionsbeständigkeit.

Die bei uns am häufigsten eingesetzten Schweißverfahren sind das Plasmaschweißen, das Wolfram-Inertgasschweißen (WIG) sowie das Widerstandsschweißen. In selteneren Fällen werden auch das Metall-Inertgasschweißen (MIG) beziehungsweise das Metall-Aktivgasschweißen (MAG) angewendet. Mit dem WIG-Verfahren werden beispielsweise hochlegierte Stähle und alle Nichteisenmetalle verschweißt, unter anderem ist es auch zur Erzeugung von Titan-Verbindungen geeignet.

Mit dem Widerstandsschweißverfahren im Punkt- oder Rollenverfahren lassen sich hochwertige Verbindungen mit guter Reproduzierbarkeit herstellen, die die Oberfläche der Materialien kaum beeinflussen.

Das Plasmaschweißen wird mit niedriger Stromstärke durchgeführt und eignet sich so für das Verbinden besonders dünner Folien und Drähte. Damit ist es das Schweißverfahren der Wahl für besonders feine Filtermedien.

 

Kleben

Als Alternative zum Schweißen stehen für die Verbindung metallischer Werkstoffe untereinander oder mit anderen Materialien Reaktionskleber und Vergussmassen auf Epoxydharzbasis zur Verfügung. Bei richtiger Klebstoffauswahl, Vorbereitung der Klebestellen (Reinigen, Entfetten) und sachgerechter Anwendung erhält man absolut dichte Verbindungen, die über eine hohe mechanische und chemische Beständigkeit verfügen und für Betriebstemperaturen bis 150 °C geeignet sind. Da eine Vielzahl unserer Produkte in hygienisch sensiblen Bereichen wie in der pharmazeutischen Produktion oder in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden, verwenden wir Klebstoffe, deren Unbedenklichkeit im Produktkontakt zertifiziert ist. Die Klebstoffe verfügen über Zulassungen für Lebensmittel nach EU 1935/2004 sowie über ein Zertifikat der FDA (US-Food & Drug Administration).

 

Reinraum

Zur Fertigung und Montage hochsensibler Filterelemente / -systeme werden reinste Komponenten in inertgasgefüllten Vakuumverpackungen in den Reinraum eingebracht und unter Reinstraumbedingungen verklebt und zu Highend-Modulen verbaut.